Warum sollte man auf den Freistellungsantrag achten?

Warum Fondssparer ihren Freistellungsauftrag für 2019 überprüfen sollten

Jeder Fondssparer kann sich jährlich in Höhe des Sparer-Pauschbetrags vom Steuerabzug befreien lassen. Hierzu kann der Anleger gegenüber seiner Bank oder depotführenden Kapitalverwaltungsgesellschaft einen Freistellungsauftrag erteilen. Der Sparer-Pauschbetrag kann auch auf mehrere Institute verteilt werden. Bei rechtzeitiger Vorlage werden die steuerpflichtigen Kapitalerträge bis zur Höhe des Freistellungsauftrags (bei Einzelveranlagung maximal 801 Euro, bei Zusammenveranlagung 1.602 Euro) ohne Steuerabzug ausgezahlt. Für 2019 ist der Freistellungsauftrag besonders wichtig. Denn Anfang Januar werden einige Fondssparer die sogenannte Vorabpauschale an das Finanzamt abführen müssen.

Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im BVI organisierten Fondsgesellschaften hin.

Die sogenannte Vorabpauschale ist Teil der Investmentsteuerreform, die Anfang 2018 in Kraft getreten ist. Depotführende Institute ziehen auf Basis einer Pauschale für viele Fonds, die in 2018 keine oder nur in geringem Umfang Ausschüttungen vorgenommen haben, Steuern ein. Sie wird von dem depotführenden Institut berechnet. Der Gesetzgeber will bei Investmentfonds sicherstellen, dass der Anleger einen Mindestbetrag versteuert. Den Basisertrag für 2018 ermitteln die depotführenden Stellen in Deutschland Anfang 2019. Die Vorabpauschale errechnet sich anhand einer gesetzlich festgelegten Formel. Sie berücksichtigt nicht die tatsächlich erwirtschafteten laufenden Erträge. Die Vorabpauschale kann nur maximal so hoch sein, wie die tatsächliche Wertsteigerung eines Fonds im Kalenderjahr, zuzüglich der Summe der Ausschüttungen in demselben Kalenderjahr.

Weitere Informationen zur Vorabpauschale und ihrer Berechnung finden Sie hier.


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